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Gronau / Ahaus
   
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Ausgehend von der Psychiatrie-Enquête von 1975, in der der Gedanke der "Gemeindenahen Psychiatrischen Versorgung" entwickelt wurde, sowie unter Zugrundelegung der Empfehlungen der Expertenkommission der Bundesregierung von 1989 und des Psychiatrie-Rahmenplanes von 1997 des Kreises Borken wurde das hier vorgelegte Konzept eines dezentralen Wohnheims (im weiteren Text: DzW) entwickelt. Es hat den Anspruch, die Forderungen nach einem wohnortnahen, differenzierten, individuellen, alltagsnahen und integrierten Modell der Versorgung psychisch kranker Menschen umzusetzen, das bedarfsgerecht und organisch wachsen und mit vorhandenen anderen Einrichtungen vernetzt werden soll.

Seit der Gründung der Psychiatrischen Abteilungen im St. Vinzenz Krankenhaus Rhede und im Lukas-Krankenhaus Gronau ist die wohnortnahe Akutversorgung für die meisten psychisch kranken Menschen im Kreis Borken gesichert.

Für die Betroffenen in einigen Städten und Gemeinden des mittleren Kreisgebietes muss im Zweifelsfall immer noch auf die Psychiatrischen Krankenhäuser in Münster zurückgegriffen werden.

Gleichzeitig hat die Entwicklung von Bausteinen der komplementären Bereiche wie z.B. dem Betreuten Wohnen, den Werkstätten für psychisch Behinderte, den Zuverdienstwerkstätten, dem Sozialpsychiatrischen Dienst oder den Tagesstätten die Lebenssituation vieler Betroffener wirksam verbessert, Genesungsprozesse und die soziale Integration gefördert und die Zahl und Intensität von Krisen und Rückfällen verringert.

Mit dem hier vorgelegten Konzept des DzW soll ein Weg aufgezeigt werden, diese Gruppe von Betroffenen zu versorgen. Diese Menschen sind in besonderem Maße auf Unterstützung bei der Gestaltung ihres Alltags angewiesen und brauchen zugleich einen stabilen sozialen und emotionalen Rahmen, um ihre Persönlichkeit und gesundheitliche Verfassung zu stabilisieren.

Die Unterbringung in Wohngruppen mit familienähnlichen Größen in Häusern und Wohnungen eines normalen Wohnumfeldes soll die soziale Integration der Klienten und ihren späteren Übergang in weniger intensive Betreuungsformen fördern.

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