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Wohnen in Gastfamilien (Familienpflege)
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Konzeption für eine neue ambulante Form der Versorgung von Menschen mit psychischen Behinderungen im Kreis Borken

Grundlage dieser Konzeption sind die Richtlinien des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe zur Durchführung der Familienpflege für erwachsene Menschen mit Behinderungen vorn 26.4.2002.

Die InSel gGmbH will sich am Aufbau von Familienpflegeplätzen beteiligen und mittel- bis langfristig ein Pflegeteam gründen.

Die InSel gGmbH sieht ihre Aufgabe aufgrund ihres bisherigen Arbeitsauftrages und der vorhandenen Kompetenzen und Erfahrungen vor allem in der Versorgung der Menschen mit psychischen Behinderungen. Zukünftig kann aber auch die Versorgung von Menschen mit geistigen oder körperlichen Behinderungen Bestandteil der Arbeit werden.

Ausgehend von der Psychiatrie-Enquete von 1975, in der der Gedanke der "Gemeindenahen Psychiatrischen Versorgung" entwickelt wurde, sowie unter Beachtung der Empfehlungen der Expertenkommission der Bundesregierung von 1988 und des Psychiatrie-Rahmenplanes von 1997 des Kreises Borken wurde das hier vorgelegte Konzept der Familienpflege entwickelt.

Das Konzept soll einen Beitrag leisten zu einem wohnortnahen, differenzierten, individuellen, alltagsnahen und integrierten Modell der Versorgung behinderter Menschen im Kreis Borken, das bedarfsgerecht, organisch und im Verbund mit anderen Einrichtungen wachsen soll.

Seit der Gründung der Psychiatrischen Abteilungen im St. Vinzenz Krankenhaus Rhede und im Lukas-Krankenhaus Gronau ist die wohnortnahe Akutversorgung für die meisten psychisch kranken Menschen im Kreis Borken gesichert. Für die Betroffenen in einigen Städten und Gemeinden des mittleren Kreisgebietes muss im Zweifelsfall immer noch auf die Psychiatrischen Krankenhäuser in Münster zurückgegriffen werden.

Gleichzeitig hat die Entwicklung von Bausteinen der komplementären Bereiche wie z.B. dem Betreuten Wohnen, dezentralen Wohnheimplätzen, den Werkstätten für Behinderte, den Zuverdienstwerkstätten, dem Sozialpsychiatrischen Dienst oder den Tagesstätten die Lebenssituation vieler Betroffener wirksam verbessert, Genesungsprozesse und die soziale Integration gefördert und die Zahl und Intensität von Krisen und Rückfällen verringert.

Die bedarfsgerechte Versorgung psychisch besonders schwer und chronisch erkrankter Menschen muss aber noch ausdifferenziert werden, um den Betroffenen auf eine Weise zu helfen, die auf ihre Bedürfnisse individuell zugeschnitten und damit wirkungsvoll ist.

Das hier vorgelegten Konzept der Familienpflege soll ein weiterer Baustein zur Versorgung chronisch psychisch erkrankter und behinderter Menschen sein. Diese Menschen sind in besonderem Maße auf Unterstützung bei der Gestaltung ihres Alltags angewiesen und brauchen zugleich einen stabilen sozialen und emotionalen Rahmen, um ihre Persönlichkeit und gesundheitliche Verfassung zu stabilisieren.

Die Integration in Familien und in normales Wohnumfeldes soll die Genesung und Stabilisierung sowie die soziale Integration der Klienten fördern und ihren späteren Übergang in ein selbständigeres Leben ermöglichen, wenn sie dies wünschen.

 
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